Bericht u. Bilder: Volkmar Stiboy
Gestaltung & Layout: KNL 07.02.2025
NANAnet Misburg-Anderten
PowerPoint-Präsentation
Tag 120
Fisterra
nach Kap
Finisterre
11.09.2022
In
einem
schönen
Bett
aufwachend
ließ
ich
den
Tag
heute
später
beginnen
und
ging
in
den
Aufenthaltsraum,
der
auch
gleichzeitig
eine
kleine
Küche
beinhaltet
.
Hier
bereitete
ich
mir
mein
Frühstück
zu
und
kam
auch
mit
einigen
Leuten
ins
Gespräch
.
Ich
nahm
mir
Zeit
.
Das
Wetter
war
genauso
traurig
wie
ich
heute
und
es
regnete
.
Ich
lernte
einen
jungen
Mann
aus
Berlin
kennen,
der
auch
nach
Kap
Finisterre
wollte
.
Dieser
Weg
war
nur
3
,
5
km
bis
zum
Leuchtturm
„
Faro
cabo
Finisterre
,
Leuchtturm
Kap
Finisterre
“
dem
„Ende
der
Welt“
.
Da
ich
wusste
wie
es
mir
gehen
würde,
zögerte
ich
den
Aufbruch
so
lange
es
ging
hinaus
.
Aber
der
Berliner
musste
heute
noch
zurückreisen
und
damit
ich
diesen,
für
mich
sehr
schweren
Weg,
nicht
allein
gehen
brauchte,
räumte
ich
auf
und
wir
machten
uns
für
den
Aufbruch
fertig
.
Ich
machte
noch
einige
Fotos
von
den
schönen
Wandkacheln
mit
Motiven
einiger
Jakobswege
und
brachen
dann
gemeinsam
gegen
09
:
00
Uhr
auf
.
Den
ganzen
Weg
regnete
es,
aber
es
war
so
warm,
dass
ich
nur
in
Badelatschen
ohne
Strümpfe
und
Regenponcho
gehen
konnte
.
Auf
dem
Hinweg
verzichtete
ich
auf
Fotos
,
um
mein
Telefon
vor
dem
Regen
zu
schützen,
aber
durch
unser
Gespräch
vergingen
diese
drei
Kilometer
wie
im
Fluge
und
schon
waren
wir
am
Pilgerdenkmal
.
Ein
kleines
Stück
weiter
zeigte
eine
Pilgersäule,
dass
hier
der
Pilgerweg
von
Santiago
de
Compostel
a
endet
.
„Hier
endet
also
Kilometer
0
,
000
.
“
dachte
ich
.
Ich
bedauerte
es
sehr,
dass
es
heute
so
ein
trübes
Wetter
war
und
die
Sicht
sehr
eingeschränkt
.
Das
Wetter
passte
wirklich
zu
meinen
gefühlten
Emotionen
.
Wir
sahen
schon
von
weiten
den
Leuchtturn,
der
im
Dunst
des
Nebels
und
des
Regens
eingehüllt
war
.
Jetzt
bewegten
wir
uns
auf
ihn
zu
und
standen
dann
davor
.
Aber
Ziel
war
nicht
der
Leuchtturm,
sondern
die
Orte
hinter
dem
Leuchtturm
.
Am
Leuchtturm
vorbei
sah
ich
schon
das
Pilgerkreuz
und
dahinter
den
M
ast
mit
den
Schuhen,
die
Pilger
nach
ihrem
langen
Weg
oftmals
hier
hinterließen
und
anbanden
.
Der
Berliner
sagte,
er
schaue
sich
hier
noch
etwas
um
und
ich
erwiderte,
dass
ich
hinunterginge
und
einen
Platz
für
das
Bild
von
meiner
Frau
suchen
möchte
.
Jetzt
sah
ich
real
die
O
rte
,
von
denen
ich
nur
gehört
hatte
.
Der
Mast
mit
den
Schuhen,
die
Stelle
an
den
Pilger
ihre
Wanderkleidung
oder
Dinge
,
die
ihnen
wichtig
waren
,
verbrannten,
was
gleichzeitig
das
Ende
des
alten
Lebens
und
einen
Neuanfang
bedeuten
sollte
.
N
un
stieg
ich
die
Klippen
noch
etwas
hinunter
und
fand
einen
w
underschönen
Platz
für
Andreas
Bild
.
Hinter
ihr
der
Leuchtturm
und
vor
ihr
der
Atlantik
und
das
„Ende
der
Welt
.
“
Nun
blickte
sie
auf
den
i
m
Dunst
und
Nebel
verhangenen
Atlantik
.
Ich
hätte
mir
für
meinen
letzten
Abschied
solch
ein
Wetter
gewünscht,
wie
ich
es
vor
drei
Tagen
in
Muxia
hatte
.
Sonnenschein
und
unendlich
weite
Sicht
auf
den
Atlantik
.
Ich
steckte
das
Bild
fest
und
setzte
mich
neben
ihr
.
Erst
saß
ich
nur
stumm
da
und
dann
unterhielt
ich
mich
mit
ihr,
dass
nun
der
Zeitpunkt
gekommen
war,
endgültig
Abschied
zu
nehmen
und
getrennt
von
einander
unsere
Wege
zu
gehen
.
Auch
sprach
ich
mit
ihr
über
die
letzte
gemeinsame
Reise,
die
nun
für
uns
zu
Ende,
den
Willen
weiter
zu
gehen,
wenn
ich
kurz
vor
dem
Aufgeben
stand
und
ihr
Bild
und
mein
Versprechen
mich
motiviert
hat
,
weiter
zu
gehen
und
sie
ihren
Weg
irgendwann
mit
dem
Wind
gehen
würde
.
Aber
ich
sagte
ihr
auch,
dass
ich
fest
daran
glaube,
dass
sie
immer
in
meiner
Nähe
sein
und
auf
mich
aufpassen
wird
,
wie
wir
es
viele
Jahre
gegenseitig
getan
hatten
.
Ich
weiß
nicht
,
wann
der
Berliner
gegangen
war
und
auch
jedes
Zeitgefühl
hatte
ich
verloren,
als
ich
da
saß
und
ein
letztes
Mal
mit
ihrem
Bild
sprach
.
Irgendwann
fasste
ich
dann
schweren
Herzens
den
Entschluss
zu
gehen
und
verabschiedete
mich
ein
letztes
Mal
von
meiner
geliebten
Andrea
.
Ich
machte
noch
ein
paar
Fotos
.
Die
letzten
110
Kilometer
bis
Santiago
werde
ich
nun
allein
ohne
sie
gehen,
so
wie
auch
meinen
restlichen
weiteren
Lebensweg
.
Da
ich
die
Kontaktdaten
von
Heleen
und
Carola
hatte,
schickte
ich
ihnen
ein
Bild
via
W
ha
tsApp
von
dem
Ort,
an
dem
Andrea
nun
ist
.
Genauso
wie
ich
es
schon
aus
Muxia
getan
hatte
.
Sogleich
kamen
die
Antworten
in
Form
von
traurigen
Emo
j
is
.
Ich
begann
den
Rückweg
nach
Fisterra
voller
Trauer
im
Herzen
.
Der
Regen
hatte
zwischenzeitlich
aufgehört,
was
ich
nicht
wirklich
mitbekam
.
So
konnte
endlich
mein
Regenponcho
ausziehen
.
Auf
dem
Rückweg
riss
sogar
der
Himmel
auf
und
die
Sonne
kam
hervor
.
Ich
kam
an
einer
Kirche
vorbei
und
ging
hinein
.
Setzte
mich
und
ließ
die
letzten
paar
Stunden
noch
einmal
in
einer
Zeit
der
Stille
in
mir
nachwirken
.
Ich
war
stolz
und
auch
glücklich,
Andrea
diesen
sehnlichen
Wunsch
erfüllt
zu
haben
.
Jetzt
hatte
ich
mein
Versprechen
eingelöst
und
es
war
der
Zeitpunkt
gekommen
,
nach
vorn
zu
schauen
.
Ich
kam
in
Fisterra
an
und
sah
mir
noch
etwas
den
Ort
an,
ging
zum
Hafen
.
In
einer
Tienda
genoss
ich
dann
2
leckere
Stückchen
Kuchen
als
Belohnung
und
kehrte
dann
in
meine
Herberge
zurück
.
Als
ich
am
frühen
Abend
dann
mein
Tagebuch
schrieb
und
die
Bilder
in
einen
elektronischen
Tageordner
ablegte,
sah
ich,
dass
ich
fast
eineinhalb
Stunden
an
Andreas
Bild
gesessen
hatte
und
mit
ihr
sprach
.
Dennoch
hatte
ich
das
Gefühl,
dass
zu
viel
ungesagt
geblieben
ist
.
Jetzt
beschlich
mich
wieder
das
Gefühl
von
Wehmut,
aber
auch
ein
Glücksgefühl
.
Ich
hatte
Andrea
an
die
Orte
gebracht,
die
sie
gern
sehen
und
erleben
wollte
.
Ich
begann
zu
packen
und
dachte
dabei,
dass
in
110
km
meine
Reise
nicht
der
Weg
zu
Ende
gehen
wird
und
ich
nach
der
Rückkehr
einen
neuen
Lebensabschnitt
beginnen
werde
.
So
ließ
ich
den
Tag
noch
mit
schönen
Gesprächen
und
Erfahrungen
ausklingen
.