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Bericht u. Bilder: Volkmar Stiboy
Gestaltung & Layout: KNL 07.02.2025
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PowerPoint-Präsentation
Tag 113 Gijon Ruhetag 05.09.2022 Wie ich es gestern unterwegs beschlossen hatte, buchte ich 2 Tage und legte heute einen Ruhetag ein . Durch Rauschen der leichten Brandung, pfeifen von Austernfischern, Strandläufern und Möwen wurde ich wach . Der Campingplatz schlief noch und als ich vor meinem Zelt saß, mir einen Kaffee machte, erlebte ich einen wunderschönen Sonnenaufgang . Es war gegen 08 : 00 Uhr und die Sonne spiegelte sich in der Skyline von Gijon . Alle Fenster in östlicher Richtung waren in einem rötlichen Licht getaucht und reflektierten die Morgenröte . Es hatte den Anschein als setze die Sonne die Gebäude in Brand . Ich genoss diese Zeit der Ruhe und des Moments mit diesen Nebengeräuschen des Meeres . Neben mir war noch ein Radfahrer aus Deutschland gestern angekommen und dieser begann jetzt zu packen . Wir wechselten nur kurz ein paar Worte . Es gibt leider auch Menschen, die einem nach wenigen Sätzen nicht sympathisch sind und dieser gehörte leider dazu . Er hatte so eine arrogante, überhebliche Art . Auch er war schon seit Deutschland unterwegs, aber alles was andere leisteten, war weniger Wert wie seine Leistung . Ich konzentrierte mich wieder auf die morgendliche Stimmung . Mein Körper gab mir das Gefühl müde zu sein, den weiteren Strapazen nicht mehr gewachsen sein zu wollen und das veranlasste mich, wieder über den Rest des Weges nachzudenken . Jetzt hatte ich noch 14 – 15 Tage und ich dachte noch einmal über Aufgeben nach, aber nicht um nach Hause zu fahren, sondern mit der Bahn oder dem Bus bis nach Santiago de Compostela . Dort könnte ich dann nach Muxia und Fisterra fahren und Andreas Bilder dorthin zu bringen . Doch ich verwarf diese dunklen Gedanken wieder . Es war keine Option für mich und entsprach auch nicht meinem Pilgerwesen . Es war erstaunlich so kurz vor dem Ziel noch einmal diese Gedanken zu haben . Damit hatte ich aus meinem Innern heraus nicht gerechnet . Bei einem Kaffee noch einmal einen Tagesplan entwerfend, beschloss ich mir die Stadt Gijon anzusehen . Nun war aus dem rötlichen Morgenhimmel ein strahlend blauer, leicht bewölkter Himmel geworden . Da ich gestern kein Tagebuch geschrieben hatte, erledigte ich das nun nach dem Aufräumen . Ich setzte mich an einem Tisch der Campingplatzbar und begann zu schreiben . Als ich fertig war, legte ich alles in mein Zelt und begab mich in den Ort . Durch einen Skulpturenpark mit Palmen gehend drehte mich noch einmal um . Jetzt erst sah ich, wie schön mein Campingplatz lag . Er befand sich direkt an einem kleinen Steilufer . Kein Wunder, dass ich die Brandung so gut gehört habe . Auch hier fiel es mir wieder auf . In bestimmten Abständen gab es in dem Park unterschiedliche Fitnessgeräte zur kostenfreien Nutzung . Weiterhin fiel mir auf, dass es Parkstationen für E - Skooter gab und die nicht wild irgendwo abgestellt werden durften . Dann auch wieder diese Sauberkeit sowohl auf der Strandpromenade als auch in der Stadt selbst . Alle 30 – 40 m ein Abfallbehälter, die auch nicht mutwillig zerstört wurden, die Reinigungskräfte der Stadt mit ihren Ziehwagen, die permanent unterwegs waren, um für Sauberkeit zu sorgen . Ich ging über die lange breite Strandpromenade in die Stadt und alle 200 - 300 m war der Zaun unterbrochen, um Zugänge zum Strand zu ermöglichen .
Ich besichtigte die Hauptkirche mit der übergroßen Christusfigur auf dem Giebel . In der Kirche selbst war ich von der Kunst und der Schönheit fasziniert . Natürlich nahm ich mir auch wieder Zeit für die Stille und das Gedenken an Andrea . Doch durch die vielen Touristen und den Besichtigungen war ein permanenter Geräuschpegel in der Kirche . Ich verließ die Kirche und zog durch die kleinen Gässchen und bestaunte die Vielfalt der Architektur . Hier wurde Modernes neben sehr alte Gebäude eingefügt und es wurde darauf geachtet, dass es sich nicht unnötig gegeneinander aufhebt . Bis auf eines, das war ein absoluter Stilbruch . Eine schöne alte Kirche oder Kapelle und daneben wurde ein sehr modernes Hochhaus gesetzt und das stach nicht nur seiner Höhe wegen hervor auch durch die Moderne . Vor allem der Baustil der alten Bauten mit ihren ganzen Verzierungen beeindruckte mich . Ich setzte mich in eine kleine Bar und genoss das entspannte Treiben hier in der Stadt . Natürlich eilten auch hier Menschen durch die Straßen, aber denn strahlten sie keine Hektik und Unruhe aus . Trotz ihrer Eile schienen sie entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen den Tag zu genießen . Ich war sehr lange unterwegs und genoss den schönen Tag . Zurück gekehrt am Campingplatz dachte ich noch einmal über den Tag nach und wie ich weiter vorgehen wollte . Zum Abendessen setzte ich mich noch einmal in die Campingplatzbar und wurde wieder sehr freundlich begrüßt . Ich aß zu Abend und während dessen fasste ich einen Entschluss . Ich beschloss entgegen meiner Einstellung, aber auf meinen Körper hörend, von Gijon bis nach A Curuna mit dem Bus zu fahren . Nach dem Zahlen ging ich zu meinem Zelt und so wunderschön wie der Morgen begann, mit solch einem grandiosen Farbenspiel zum Sonnenuntergang endete der Tag . Ich saß lange vor meinem Zelt und sah der sinkenden Sonne und den ziehenden Wolken lange zu, bevor ich mich für die Nacht fertig machte . So ließ ich diesen schönen Tag ausklingen und ging schlafen .