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Bericht u. Bilder: Volkmar Stiboy
Gestaltung & Layout: KNL 07.02.2025
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PowerPoint-Präsentation
Tag 106 Santillana del Mar nach Comillas 29.08.2022 Ich stand gegen 05 : 30 Uhr auf um meine morgendliche Routine in Ruhe und ohne Stress zu erledigen . Es wurde wieder ein schöner Morgen mit einem prächtigen Farbenspiel mit der aufgehenden Sonne . Als ich alles erledigt und mir noch ein kleines Frühstück gegönnt hatte, brach ich auf und brauchte nicht weit zu gehen, um zurück auf den Jakobsweg zu kommen, da der Weg fast am Campingplatz vorbei führte . Ich nahm mir Zeit und bewunderte die sich verändernden Farben am Himmel . Nach knapp 2 Kilometern kam ich schon durch Arroyo, dort gab es eine Tienda , die für Pilger ein Frühstück anbot . Da ich nur einen kleinen Snack und einen löslichen Kaffee hatte, setzte ich mich und frühstückte ein Baguette und einen frischen Kaffee . Gut gelaunt und satt setzte ich meinen Weg fort, der heute in Teilen weiter weg vom Atlantik führte . Ich ging allein und hatte wieder die Gelegenheit mich meinen Gedanken zu widmen . Diese drehte sich um meine Zukunft, die ich nun allein leben werde . Aber alles Nachdenken führte mich nicht weiter, außer der Erkenntnis, dass ich mich zuhause neu organisieren und mein Leben allein leben muss . Die Frage war nur wie und diese Frage werde ich mit diesem Weg für mich klären . Ich dachte lange an den gemeinsamen Weg mit Andrea und was wir beide gemeinsam für Freude hatten diesen Weg zu gehen . Ohne Andrea wäre ich auch 2017 den ersten Jakobsweg nicht gegangen . Sie hatte alles organisiert und sich darum gekümmert . Ich war aufgrund meiner Erkrankung zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der Lage so etwas zu planen und zu organisieren . Ich war zu diesem Zeitpunkt noch in einer Zeitschleife der Vergangenheit gefangen, konnte nicht verstehen, warum ich gesundheitlich nicht in der Lage war, nicht mehr arbeiten zu dürfen und zu können . Ich konnte die Erkrankung für mich persönlich nicht akzeptieren, was heute anders ist . So hing ich meinen Gedanken nach . Ich durchquerte den Ort Orena und kam eine Anhöhe herauf, sah eine Gruppe anderer Pilger vor mir . Auch diese mussten schon länger unterwegs sein . Zumindest schloss ich es aus ihren Rucksäcken . Mitten im Nichts stand eine Kirche . Linker Hand ein Ort leicht im Tal gelegen und ich sah in mein Buch . Es musste von der passenden Entfernung Perelada sein . Es war schon ein sehr imposanter Anblick . Ringsherum nur Felder und dann eine große Kirche ganz alleinstehend . Auch das heller werdende rötliche Licht der Morgensonne verlieh dieser Kirche etwas besonderes . Ich ließ alles auf mich wirken . Dann schloss ich zu der anderen Pilgergruppe auf und stellte fest, dass es eine Gruppe spanischer Pilger war . Das hörte man, da sie ununterbrochen redeten . Vom Hügel aus konnte ich schon den nächsten Ort sehen . Es war Carrebedondo . Es war heute etwas schwerer zu laufen, denn die Straße und die vielen kleinen Hügel rauf und runter waren beschwerlich . In Carrebedondo machte ich eine kurze Trinkpause, sah in meinen Pilgerführer und suchte mir ein machbares Tagesziel, da ich dies gestern Abend nicht festlegte . Mein heutiges Tagesziel hatte ich in Comillas festgelegt, das erschien mir machbar . Bis dahin hatte ich noch knapp 15 km . Dann setzte ich meinen Weg fort . Ich durchlief viele kleine Orte wie Cigüenza . Hier fielen mir einige verfallende Villen auf, die zu ihrer besten Zeit wunderschön gewesen sein müssen, so in einem größeren Ort wie Cobreces .
Ab hier begannen wieder zwei unterschiedliche Varianten zum eigentlichen Jakobsweg. Nach La Iglesia und Pando ging es laut Sonnenstand, die auf Mittag zu ging wieder in nördlicher Richtung zum Atlantik. Wir kamen an einem Strandabschnitt vorbei un d i ch traf auf eine Gruppe Österreicher. Nach kurzer Pause und Smalltalk gingen wir getrennt weiter. In Comillas gegen 15:30 Uhr angekommen, suchte ich mir eine Übernachtung und entschied mich für den Campingplatz. Nach dem Bezahlen und dem Checkin , stellte ich fest, dass ich für diesen Preis auch in eine Herberge hätte gehen können. Nun hatte ich bezahlt und blieb hier. Für den Platz einfach zu teuer. Es dauerte nicht lange, ich war noch beim Einrichten, kamen die Österreicher an. Sie entschieden sich nicht weit von mir ihre Ze lte aufzuschlagen. Nun begann die normale Routine; Duschen gehen, Füße und Beine Pflegen mit Cremes und Salben , dann das Tagebuch schreiben. Heute war ich nicht allein, denn ich verbrachte den frühen Abend mit den Österreichern zusammen und hatten einen schönen Aben d. Wir zogen uns in unsere Zelte zurück und gingen schlafen.