Bericht u. Bilder: Volkmar Stiboy
Gestaltung & Layout: KNL
NANAnet Misburg-Anderten
Tag 64
Saint
-
Pierre
-
le Moutier nach
Lurcy
Levis
18.07.2022
Nach
meinem
Ruhetag
fühlte
ich
mich
wieder
so
einigermaßen
fit
.
Dennoch
waren
die
Strapazen
2
Tage
zuvor
spürbar
.
Wie
immer
benötigte
ich
eine
knappe
Stunde
um
all
meine
Ausrüstung
nach
einem
Campingplatzaufenthalt,
wieder
abmarschgerecht
in
meinem
Rucksack
zu
verstauen
.
An
solch
einem
Tag
ist
die
Nacht
um
05
:
00
Uhr
vorbei
und
zu
Beginn
hilft
nur
die
Kopflampe
beim
Einpacken,
da
es
nun
schon
später
hell
wird
.
Nach
meinem
Kaffee
machte
ich
mich
gegen
06
:
30
Uhr
auf
den
Weg
und
schon
der
Sonnenaufgang
verhieß
wieder
ein
heißer
Tag
zu
werden
.
Am
Vortag
hatte
ich
mir
schon
mein
Tagesziel
zurecht
gesucht
und
entschied
mich
für
„
Lurcy
Levis“
.
Insgesamt
eine
Tagesstrecke
von
ungefähr
21
,
9
km
laut
meinem
Buch,
was
bei
den
zu
erwartenden
Temperaturen,
von
angesagten
37
°
C
eine
gute
Tagesdistanz
war
.
Diesmal
war
der
Weg
etwas
gemischter
zwischen
Wald
-
und
Feldwegen
und
Straße,
was
das
Pilgern
heute
entspannter
machte
.
So
erreichte
ich
den
kleinen
Ort
„Le
Veurdre
“
.
Wie
immer,
wenn
mein
Weg
an
einer
Kirche
vorbeiführte,
versuchte
ich
hineinzugehen
.
Aber
leider
waren
auch
hier
die
Kirchen
immer
öfter
verschlossen
oder
nur
zu
bestimmten
Zeiten
geöffnet
.
Diese
war
leider
wieder
geschlossen
.
Somit
war
mir
auch
nicht
die
Möglichkeit
gegeben,
eine
Zeit
der
Stille
für
Andrea
einzulegen
.
Also
machte
ich
eine
Pause
auf
einer
Bank
an
der
Straße
und
ging
dann
weiter
.
Irgendetwas
war
heute
anders,
denn
wir
hatten
um
11
:
00
Uhr
schon
31
°
C
und
die
Mittagszeit
kam
erst
noch
.
Jetzt
nahm
ich
die
nächsten
12
,
4
km
laut
Pilgerführer
unter
meine
Füße
.
Das
sollte
auch
das
Ende
meiner
Tagesetappe
sein,
da
ich
beschlossen
hatte,
in
Lurcy
Levis
die
staatliche
Herberge
aufzusuchen
.
Die
Wegführung
verlief
ziemlich
eben
und
die
kleinen
Steigungen
merkte
man
kaum
.
Auf
meinem
Weg
durchlief
ich
wieder
viele
kleine
Orte
und
der
Weg
wechselte
ab
Mésangny
immer
wieder
zwischen
Feldwegen
und
Straße
bis
nach
Lurcy
Levis
.
Dort
verschwitzt
und
erschöpft
von
der
Wärme
freute
ich
mich
auf
eine
Dusche
und
auf
das
Zimmer
.
Den
Schlüssel
sollte
ich
in
der
Mairie
,
im
Rathaus,
abholen
können,
da
das
Zimmer
der
Gemeinde
gehörte
und
so
machte
ich
mich
auf
den
Weg
dorthin
.
Hier
teilte
man
mir
mit,
dass
diese
Unterkunft
nun
in
privaten
Händen
sei,
aber
man
war
mir
sehr
behilflich
und
nahm
Kontakt
zu
den
Eigentümern
auf
.
Leider
war
diese
Unterkunft
nun
bis
Freitag
ausgebucht
.
Ich
dachte
„das
selbe
wie
vor
2
Tagen“
.
Es
gab
einen
Campingplatz
.
Also
machte
ich
mich
auf
den
Weg
zum
Campingplatz
.
Die
Zeit
war
nun
auch
schon
fortgeschritten
und
ich
wollte
nur
noch
einen
Platz,
um
aus
zu
ruhen
.
Am
Campingplatz
angekommen,
teilte
man
mir
auf
Englisch
mit,
dass
dieser
der
Gemeinde
gehörte
und
dort
kam
ich
gerade
her
.
Das
Platzbistroteam
war
sehr
nett
und
sehr
hilfsbereit
.
Ein
junger
Mann
telefonierte
mit
der
Gemeinde,
die
jedoch
ablehnte,
das
ich
mein
Zelt
für
eine
Nacht
dort
aufstellte,
da
es
nur
ein
Wohnmobilplatz
ist
.
Jetzt
telefonierte
er
mehrfach
mit
einem
Freund
und
seiner
Mutter
.
Gedanklich
stellte
ich
mich
darauf
ein
noch
bis
Valigny
10
km
mehr
zu
laufen,
da
dort
ein
Hotel
war,
welches
auf
Pilger
eingerichtet
ist
.
Allerdings
hätte
dies
35
,
00
€
gekostet,
was
mir
aber
egal
gewesen
wäre
.
Ich
wollte
nur
noch
eine
Dusche
.
Der
Freund
war
ein
Bauer
und
seine
Mutter
sollte
mich
fahren,
da
er
nicht
weg
könne,
erklärte
er
mir
auf
Englisch
.
Schließlich
klappte
es
auch
und
seine
Mutter
holte
mich
ab
und
fuhr
mit
mir
zu
seinem
Freund
.
Dort
stellte
ich
fest,
dass
ich
an
diesem
Wegkreuz
vor
2
Stunden
dort
vorbeigekommen
bin,
dann
sollte
ich
mir
einen
Platz
aussuchen
und
entschied
mich
für
die
Weide,
ohne
zu
wissen,
dass
hinter
eine
Hecke
eine
Rinderherde
auf
dieser
Weide
graste
und
nach
meinem
Aufbau
neugierig
auf
mein
Zelt
zu
kam
.
Ich
sah
den
mächtigen
Bullen
und
ich
hatte
ein
weinrotes
Zelt
.
Wir
beäugten
uns
argwöhnisch
und
nachdem
die
Herde
ihre
Neugier
gestillt
hatte,
trottete
sie
wieder
hinter
die
große
Hecke
und
ich
blieb
allein
zurück
.
Ich
aß
noch
etwas
und
zog
mich
verschwitzt,
müde
und
wohlwissend,
dass
ich
morgen
wieder
3
km
mehr
gehen
muss,
in
mein
Zelt
zurück
.
Richtig
schlafen
konnte
ich
jedoch
nicht,
da
ich
nachts
das
Schnauben
von
Rindern
in
meiner
Zeltnähe
vernahm
.
Im
Nachgang
muss
ich
sagen,
so
hilfsbereit
die
Mitarbeiter
des
Empfangs
in
der
Mairie
gewesen
sind,
umso
unflexibler
war
die
Entscheidung
mich
nicht
auf
diesen
Wohnmobilplatz
schlafen
zu
lassen
.
Dies
sorgte
auch
für
Unverständnis
bei
den
Mitarbeitern,
die
den
Campingplatzkiosk
betrieben
.
So
ging
am
Ende
eines
guten
Tages
eine
kleine
Odyssee
zu
Ende
.